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TSV Tarp aktiv im Kinderschutz

So verstehen wir Kinderschutz

„Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.“ (Albert Einstein)

Das Wohl und der Schutz der Kinder ist die Pflicht jedes Erwachsenen. Die Förderung des Wohlergehens und die Gewährleistung einer gesunden Entwicklung der Kinder und Jugendlichen muss von allen getragen wer-den. Kinderschutz muss als Bestandteil einer gesunden Entwicklung der Kinder und Jugendlichen verstanden und nicht nur auf die Abwendung von Gefahren begrenzt sein. Ein gesundes und gewaltfreies Aufwachsen der Kinder soll unser erstes Gebot sein.
Für uns als Sportverein geht es darum, dass wir ein Ort sein wollen, an dem Kinder und Jugendliche Stärken entwickeln, Teamgeist, Freundschaft, sowie Fairplay und Freude erfahren. Wir sind mit verantwortlich dafür, dass sich Kinder und Jugendliche wohl fühlen und gut entwickeln. Wir fördern durch unsere Begleitung und unser Vorbild deren Wohl, schützen ihre Rechte und respektieren ihre Grenzen.
Wir sind uns bewusst, dass Kinder auch bei uns Situationen erleben kön-nen, die sie schädigen. Wenn uns dies bekannt wird, oder wir dies zu be-fürchten haben, werden wir alles uns mögliche tun, um die Gefahren ab-zuwenden. (AK Kinderschutz, Ansprechpartner, Ehrenkodex, etc. )

Wir erwarten von allen die mit Kindern arbeiten:
- Das sie verantwortungsbewusst mit Kindern umgehen
- Sich zu engagieren
- Sich zu informieren
- Genau hinzuschauen
- Beizutragen dass nichts verdrängt wird
- Hilfe zu suchen

SCHWEIGEN
SCHÜTZT
DIE FALSCHEN

Aktiv im Kinderschutz

Hinsehen, nicht wegschauen!
Missbrauch [sexuell, körperlich, verbal] gegenüber Kindern und Jugendli-chen ist über lange Zeit in fast allen gesellschaftlichen Bereichen ein Tabuthema gewesen. Noch immer sind es weit verbreitete Haltungen, die in nachfolgenden oder ähnlichen Äußerungen zum Ausdruck kommen: Darüber spricht man nicht. Davon will ich nichts wissen. Das geht uns nichts an. Bei uns kommt so etwas nicht vor. Schweigen und wegschauen schützt jedoch die Falschen.
Solche Haltungen gehen eine Komplizenschaft mit Tätern ein und begüns-tigen ein Klima, in dem Täterinnen und Täter oftmals unbehelligt agieren können. Es kann und soll nicht darum gehen, alle freiwillig und beruflich Engagierten in der Jugendarbeit unter Generalverdacht zu stellen und eine Kultur des Misstrauens zu verbreiten.
Es muss eher darum gehen, eine Gewisse Sensibilität für vorhandene Ge-fährdung zu entwickeln, die Wahrnehmung für Grenzverletzung zu schär-fen und der Prävention im Sport mehr Gewicht zu geben.
Genau bei dieser Prävention ist der TSV Tarp engagiert eine „Kultur des Hinsehens“ zu entwickeln. Jeder Übungsleiter ist angehalten einen Ehren-kodex vorzulegen.

Definition: Was ist überhaupt sexualisierte Ge-walt?

Hinweis: Kinder/Jugendliche tragen niemals die Verantwortung für den Übergriff der sexuellen Gewalt. Niemand kann ein Kind/Jugendlichen „aus Versehen“ missbrauchen. Sexuelle Gewalt gefährdet die Lebens- und Ent-wicklungsgrundlage und schädigt die Seele des Kindes/Jugendlichen in er-heblichem Umfang.

Die häufigsten Formen sexueller Gewalt sind:
- Zeigen, Anfassen der Genitalien an und vor einem Kind/Jugendlichen.
- Der Täter/die Täterin nötigt das Kind/den Jugendlichen zu intimen Be-rührungen.
- Masturbation vor und an einem Kind/Jugendlichen
- Zwang zum Geschlechtsverkehr: vaginal, anal oder oral.
- Kind/Jugendlicher wird gezwungen, sich pornografisches Material anzu-schauen oder darin mitzuwirken.

Auch massive Grenzüberschreitungen hinsichtlich der Selbstbestimmung des Kindes/Jugendlichen können als sexuelle Gewalt erlebt werden.

Beispiele möglicher Grenzverletzungen können sein:

- Übertriebene ständige Liebkosungen, die nicht altersentsprechend sind.
- Bestehen auf gemeinsamer Körperhygiene, wobei der Erwachsene das Waschen des Kindes/Jugendlichen übernimmt.
- Eventuelle Rollenverschiebungen; Kind/Jugendlicher als Partnerersatz.

Dieses sollte im Verdachtsfall genauso berücksichtigt werden wie die ande-ren oben genannten Formen sexueller Gewalt.

Die Ampel - des Projektes „aktiver Kinderschutz im Sport“ Diese Liste wurde von der Vereinsjugend des TSV Reinbek  im Dezember 2013 erstellt, ist nicht nach Wichtigkeit sortiert und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

ROT: Dieses Verhalten ist immer falsch und Betreuer können dafür angezeigt werden
- Machtpositionen missbrauchen
- Alkohol, Zigaretten, Drogen etc. anbieten oder in Gegenwart von Kindern/Jugendlichen konsu-mieren.
- Missachtung der Privatsphäre
- Eigentumsentzug
- Bedürfnisse von Kindern/Jugendlichen ignorieren
- Aufnahmeprüfungen und Mutproben
- Verletzung der Aufsichtspflicht
- Belästigung
- Willkürlichen Ausschluss vom Training/Spiel
- Verbale, Körperlich, Sexualisierte Gewalt
- Hilfestellung ausnutzen
- Trainer in Kabinen des anderen Geschlechts
- Beziehungen zwischen Teilnehmern und Übungsleitern

GELB: Dieses Verhalten ist pädagogisch kritisch und für die Entwick-lung von Kindern/Jugendlichen nicht förderlich
- Unter Druck setzen
- Bloßstellen vor der Mannschaft
- Kritisieren von Dingen, welche nichts mit der Sportart zu tun haben
- Ohne klopfen in die Kabine gehen
- Sehr dominantes Verhalten
- Außergewöhnliche Bekleidungsvorschriften
- Geschenke von Trainern für die Kinder, Bevorzugung von Einzelnen
- Trainer bringen Kinder nach Hause (durch Überredung)
- Versehentlicher unangebrachter Körperkontakt

Grün: Verhalten ist pädagogisch richtig, gefällt den Kin-dern/Jugendlichen nicht immer.
- Strafe für Fehlverhalten
- Eigentumsentzug nur während der Trainingszeit
- Ansporn/Motivation
- Einmischung in Diskussionen/Streitschlichtung
- Der Trainer soll vertrauensvoll sein, sodass man mit ernsten Problemen zu ihm kommen kann.
- Hilfestellung bei vorher angekündigten kritischen Situationen
- Vorbildfunktion
- Handgemenge auflösen, notfalls mit Körperkontakt
- Körperkontakt beim Toben.


Handlungsleitfaden für den Verdachtsfall
„bleibe nicht allein“!

1. Ruhe bewahren! Keine überstürzten Aktionen! Das ist sicher nicht einfach, aber absolut richtig.
2. Glaube dem Kind, wenn es dir von Übergriffen erzählt. Signalisiere ihm, dass es über das Erlebte sprechen darf, aber dränge nicht und frage es nicht aus. Gebe keine Versprechungen, die du nicht halten kannst. (z.B: „Ich erzähle niemandem davon“)
3. Beobachte unauffällig aber genau das Verhalten des Kindes. Schreibe deine Beobachtungen, Fakten und eventuelle Gespräche mit dem Kind so-fort auf. Unterscheide zwischen deinen Beobachtungen und deinen Schlussfolgerungen.
3. Achte auf dich! Setze dich mit deinen Gefühlen und Ängsten auseinan-der. Deine Möglichkeit und deine Verantwortung haben Grenzen. Solche Fälle und Situationen soll niemand allein lösen. Handle nicht eigen-ständig!
5. Mache keine vorschnellen Anschuldigungen. Vermeide Gerüchte und behandle die Situation vertraulich. Keine Information bzw. Konfrontati-on des Täters/der Täterin. Bitte wende dich zur Beratung der weiteren Vorgehensweise an die Ansprechpartner der TSV Tarp unter                 (mariawalther@vodafone.de). Es besteht die Gefahr, dass der/die Be-troffene vom Täter/von der Täterin zusätzlich unter Druck gesetzt wird.
6. Informiere die Ansprechpartner rechtzeitig über deine Beobachtun-gen. Von ihnen kannst du Unterstützung erhalten und ihr könnt ge-meinsam das weitere Vorgehen besprechen. Wenn die Ansprechpartner nicht reagieren, wende dich an die nächst „höhere“ Stelle (Vorstand)der an eine externe Beratung.
7. Generell gilt: holt euch Unterstützung! Wendet euch an die Ansprech-partner eures Vereins die für solche Fälle benannt wurde. Beratet euch mit ihr über alle weiteren Schritte, z.B: Kontakt mit einer Beratungsstelle oder Behörden (Adressen findest du in diesem Flyer)




Ansprechpartner im Verein
 
Der Vorstand

weitere Ansprechpartner:
•    Deutscher Kinderschutzbund –
die Lobby für Kinder Landesverband Schleswig-Holstein e.V.
www.kinderschutzbund-sh.de
0431-805249

•    Kinderschutz-Zentrum Westküste/Diakonisches Werk Husum gGmbh
www.dw-husum.de
04841-691450

•    Kinder- und Jugendtelefon- Nummer gegen Kummer
www.kinderundjugendtelefon.de
0800/1110333 (kostenfrei und anonym)

•    N.I.N.A
„Nationale Infoline, Netzwerk und Anlaufstelle zu sexueller Gewalt an Mädchen und Jungen“
Montag 9.00 Uhr- 13.00 Uhr
Donnerstag 13.00 Uhr- 17.00 Uhr
01805/123465

•    Telefon Seelsorge Kiel
24h täglich
0800/1110111 oder 0800/1110222 (kostenfrei)



Adressen für Infomaterial:

www.lsv-sh.de/
http://www.lsb-nrw.de/fuer-verbaende-und-buende/politik/sport-sexualisierte-gewalt/
http://www.petze-kiel.de/material.htm
http://www.zartbitter.de/gegen_sexuellen_missbrauch/Aktuell/100_index.php



Wir engagieren uns im Kinderschutz
Aktiv im Kinderschutz


Jeder sollte am Sport teilhaben dürfen
Kein Kind ohne Sport


Wir bilden aus: Bewerbt Euch gerne
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